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Allgemeine Infos zum dkl. Tigerpython (Molurus bivittatus bivittatus) [Jacobs, 2009]

Haltungs-Anspruch: Einsteiger, Halter mit Erfahrungen

Schutzstatus: WA II/ Anhang B, melde- und nachweispflichtig
(Herkunftsnachweis nötig)

Herkunft: Hinter-Indien, Burma, Süd-China und weite Teile Indonesien.
Er hält sich vornehmlich in der Nähe von Wasser auf. Sein Habitat kann unterschiedlich aussehen, denn er fühlt sich sowohl in Regenwäldern, als auch im angrenzenden Busch und Grasland wohl.

Habitat: geographische Übersicht der Herkunftsgebiete
zwecks Anzeige der aktuellen Klimadaten bitte hier klicken!
 
Größe: In der Natur bis max. 5-7 Meter.
Im Terrarium wird er aber "nur" etwa 3,5 - 5m , wobei seine Körperform eher von schlanker Statur ist, im Gegensatz zu den anderen "echten Riesen" wie grüne Anakonda oder Netzpython.
 
Haltung: Lt. BNA-Spezifikation folgende Größe
(bitte die Faktoren mal Körperlänge nehmen):
unter 2,5 Meter: 1,0 x 0,75 x 0,75 LBH
über 2,5 Meter: 0,75 x 0,5 x 0,5 LBH
Ein drei Meter großer Python braucht demnach mindestens ein Terrarium mit den Maßen 225 cm x 150 cm x 150 cm.
Hinzu kommt das erforderliche Wasserbecken, das entsprechend groß als Badegelegenheit dienen kann.
 
Beleuchtung: dämmerungsaktive Tiere (wobei auch oft tagsüber im Terrarium aktiv), tagsüber 26-32°C, lokale Aufwärmstelle mit 34-36°C einrichten (entweder durch Spotstrahler, Elstein-Strahler oder Bodenheizung), Nachtabsenkung um 5°C.
 
Futter:  Wir haben derzeit noch Nichts erlebt, was ein Tigerpython nicht frisst.
So ziemlich jede Nagerart (anfangs Mäuse oder kleine Ratten), aber auch Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen. Er frisst ebenfalls Vögel, wovon wir aber abraten (Vögel als Futter ergeben leider dünnbreiigen, übelriechenden Kot). Man könnte ihn fast alles Allesfresser bezeichnen, zumindest geht er gut und schnell an die Beute heran.
 
Winterruhe: Ende Oktober bis Ende Januar Tagestemperatur auf 26°C senken, nachts nicht unter 20°C. Luftfeuchigkeit bei 50 %. Beleuchtungsdauer um 3 Stunden reduzieren. Die Winterruhe ist nicht unbedingt notwendig, dient aber einer Steigerung des Paarungswillens.
 
Eiablage: Fortpflanzung Ende November bis Januar
Eiablage erfolgt meist von Ende April bis Juni, nach ca. 60 - 70 Tagen schlüpfen dann die Jungen. Tigerpythons sind für ihre Brutpflege bekannt, das teilweise sehr große Gelege von bis zu 60-100 Eiern wird durch intensive Muskelkontraktionen des Schlangenweibchens, bei der Reibungen entstehen, warmgehalten. Die Temperatur der Eier kann dabei 7°C über der Umgebungstemperatur liegen. Nichtbefruchtete Eier werden vom Weibchen aus dem Gelege "aussortiert". Wenn die Jungen geschlüpft sind, werden sie von dem Weibchen direkt nach der Geburt schon alleingelassen ("Nestflüchter"). Die 100 - 150 g schweren Tiere häuten sich zum ersten Mal nach ca. 8 - 14 Tagen. Jungtiere werden zuerst ein mal pro Woche mit einer kleinen bis mittelgroßen Maus oder Rattenpinkies gefüttert .
 
Zusammenfassung: Ich kann einen Tigerpython dann empfehlen, wenn der benötigte Platz vorhanden ist, später auch ein adultes Tier halten zu können.
Ich muss jedoch auf zwei Phänomene hinweisen, die beim Kauf eines Jungtieres zu bedenken sind:
Einmal lässt die Farbintensität des Tigerpythons mit dem Alter etwas nach (Albinos natürlich ausgenommen), d. h. ein ocker- und hellbraun leuchtendes Jungtier sieht im Alter weit aus dunkler aus. Das Aussehen wird sich also noch ändern und ist dabei zu bedenken.
Zum Zweiten ist es so, dass der Tigerpython zwei (oder mehr, wie in unserem Fall) Flegelphasen bis zum adulten Tier hat. Normalerweise einmal mit der Größe um 70-90 cm und einmal ab 150 - 170 cm. Danach wird er ruhig"er".
Ansonsten ist es ein sehr hübscher Python, mit wunderbaren Proportionen, der einem viel Freude bereiten kann.
Ein hübscher Anblick im Terrarium!
 


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